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Latein in der Rechtswissenschaft

 

Die Gerichtssprache ist Deutsch . Das lernen Jurastudenten bereits im ersten Semester. Umso erstaunter sind sie dann, wenn sie merken, dass viele zu erlernenden Begriffe lateinisch sind.
Obwohl ein Latinum (http://www.sofatutor.com ) für die Zulassung zum Jurastudium nicht zwingend ist, erleichtert es dennoch das Erlernen der Fachbegriffe. Studenten, die als Schüler Latein (http://www.sofatutor.com/latein) hatten, lernen die lateinischen Wörter nämlich nicht nur stur auswendig – sie verstehen sie auch.


Ursprünge des Deutschen Rechts im alten Rom

Grund dafür ist der Ursprung der Deutschen Rechtsquellen, die zu einem großen Teil auf dem römischen Recht basieren. Besondere Bedeutung hat hierbei das von Kaiser Justinian um 530 nach Christus geschaffene Werk „Corpus Iuris Civilis“ . Durch den „CIC“ versuchte der oströmische Kaiser, das geltende Recht zu vereinheitlichen um so seinen Machtbereich zu vergrößern. Der CIC bestand aus einem Lehrbuch (Institutiones) einer Sammlung von Kaisererlassen (Codex Iustinianus) und 50 Büchern, in denen das gesamte geltende Recht überarbeitet und geordnet wurde (Pandekten). Später erlassene Kaisergesetze wurden als Novellae dem CIC nachträglich hinzugefügt. 
Dieser CIC bildete die Rechtsgrundlage für die meisten europäischen Rechtssysteme und hatte so auch nach dem endgültigen Untergang des römischen Reiches noch Bestand.
In einigen Teilen Deutschlands galt der CIC sogar bis zur Einführung des BGB im Jahre 1900. Einflussreiche Pandektenwissenschaftler, wie die Gelehrten des CIC sich nannten, sorgten schließlich dafür, dass unser Bürgerliches Gesetzbuch auf den Grundlagen der Pandekten basiert. Unser heutiges Rechtssystem stammt demnach von dem der alten Römer ab, was die zahlreichen lateinischen Termini (http://www.sofatutor.com/1-lernjahr-latein) erklärt.


Beispiele für lateinische Begrifflichkeiten in der Rechtswissenschaft

Einige besonders praxisrelevante Beispiele aus der Welt der Advokaten („advocatus“ – „herbeigerufen" sollen oben Erläutertes belegen:

- „iudex non calculat“ – „ der Richter rechnet nicht“: Dieser Spruch wird von altklugen Jurastudenten gerne dazu verwendet, die miserablen mathematischen Fähigkeiten zu rechtfertigen, bedeutet aber eigentlich, dass ein Richter keine Argumente „zählt“.

- „pacta sunt servanda“ – „ Verträge sind einzuhalten“: Was selbstverständlich klingt, spielt in zahlreichen Gerichtsprozessen eine Rolle und ist sogar völkerrechtlich anerkannter Grundsatz.

- „lex superior derogat lege inferior“ – “höherrangige Recht schlägt niederrangiges”: Was für den Jurastudenten essentiell ist, hilft dem Normalmenschen höchstens im Monopoly-Spiel. Laut BGB kann nämlich eine Hypothek durchaus auch auf ein bebautes Grundstück aufgenommen werden und das geht den Spielregeln natürlich vor.

- „mater semper certa est“ – „ die Mutter steht immer fest“: Während die Mutter automatisch feststeht, ist Vater laut § 1592 BGB, wer zum Zeitpunkt der Geburt mit der Mutter verheiratet ist. 
Ein eher seltsam anmutender Grundsatz, wo es doch sogar im alten Rom schon die Möglichkeit einer Ehescheidung gab („tuas res tibi habeto“ – „pack deinen Kram und verschwinde".

2.11.12 12:02
 


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